VIDEO: Helsana Versicherung

Zürich war wieder mal eine Reise wert. Wenn der größte Kranken- und Unfallversicherer der Schweiz sich entschließt, die Kundenkernprozesse neu zu denken, dann ist Gegenwind sozusagen vorprogrammiert. Zumal dann, wenn das Thema „Digitale Transformation“ heißt und weit in die Unternehmenskultur reicht. Wie Helsana damit umgeht, hat uns beeindruckt. Denn wo gibt es IT-Mannschaften, die Achtsamkeitstrainings besuchen und die weichen Faktoren ernst nehmen?

VIDEO: Keimgasse Mödling

Es war kurz vor Weihnachten, als wir in Mödling im Gymnasium Keimgasse für Microsoft drehten. Spannend, dachten wir. Auch weil wir wissen wollten, wie es sich anfühlt, nach mehr oder weniger langer Zeit wieder in einer Schule zu sein. Die Keimgasse überraschte uns in vielen Belangen: wir sahen in viele interessierte und aufgeweckte Gesichter, auf Schüler- und Lehrerseite, stießen auf vieles, was außerhalb der Klassenzimmer in Kleingruppen mit viel Engagement und Spaß passierte. Und wir sahen vor allem, was kreativer und verantwortungsvoller Technologieeinsatz im Schulbereich bringen kann.

Gerade durch die Schaffung solcher flexibler Arbeits- und Lernsituationen gelingt es Schulen wie der Keimgasse in Mödling, eine Brücke zu schlagen, von der sowohl Schulen als auch Unternehmen profitieren, wie Stephan Waba, Bundesministerium für Unterricht und Kunst, Abteilung IT-Didaktik und Digital Medien, konstatiert: „Schulen wie die Keimgasse Mödling sind absolute Vorreiter in unserem Programm eEducation. Und ihre Teilnahme am Technology Adoption Programm von Microsoft bestätigt unseren Weg – dass nämlich junge Menschen lernen müssen zu lernen, damit sie flexibel auf Herausforderungen im Berufsleben reagieren können.“

PS: Interessantes Detail am Rande: Wir hatten das Gefühl, dass die Handy-Nutzung in den Pausen geringer war als sonstwo auf der Straße und die Schüler bewusst den Dialog untereinander suchten.

 

Vorsicht! Alternative Fakten

Wir leben in einer Zeit, in der man mit Daten große Geschäfte machen kann. Alles ist BIG (DATA/BUSINESS), aber war’s das auch schon? Dass man mit Daten auch Aufklärung betreiben und aus ihnen wunderbare Geschichten weben kann, dafür steht der Name Hans Rosling.

Er war und ist ein Leuchtturm im postfaktischen Zeitalter, in dem – wie der Matthias Horx es in seiner Einleitung zum Zukunftsreport 2017 formuliert – die „Stimmungslage des mentalen Aufschäumens (…) aus den Shitstorms des Internets in die öffentliche Sphäre drängt. Alles wird Skandal, alles wird Hass, alles wird in die Polarisierung getrieben; Gerüchte und Befürchtungen, Verdächtigungen und Beschimpfungen schwemmen den rationalen Diskurs hinweg.“

Fakt ist: Wenn wir die Fakten nicht mehr ernst nehmen, dann ist der Propaganda Tür und Tor geöffnet. Wer sich auf den Diskurs über „alternative Fakten“ einlässt, ist bereits über den Propagandatisch gezogen, an dem „Despoten, Halbdiktatoren und semifaschistische Politiker, Wahrheit und Wirklichkeit in ihrem Sinne manipulieren.“

Hans Rosling ist tot. Das ist ein Faktum. Aber dass sein unermüdlicher Geist, der den Fakten gleichzeitig auf den Grund geht und ihnen Leben einhaucht, weiterleben wird, ist eine Hoffnung, die nicht sterben will.

Die neue Welt der Arbeit – eine Paradigmendämmerung

Irgendwas stimmt nicht. Die Maschine, die lange lief wie geschmiert, stottert. Und mit ihr die Metapher, dass Unternehmen so funktionieren, wie wenn Zahnräder ineinander greifen. Mechanistisch. Tack. Tack. Tack. Und jetzt plötzlich ruckelt sie, die Maschine. Stottert. Sand im Getriebe? Sind die Menschen der Sand? Oder ist es die Metapher, die bröckelt und die Maschine zum Stehen bringt. Aus mit dem Industriezeitalter. Aus mit dem Glauben, dass der Mensch auf wenige Handgriffe zu reduzieren und am Besten austauschbar ist – wie ein Rädchen, das nicht mehr rund läuft. Aus. Mit den Sicherheiten. Aus mit den Kausalitäten, an die man sich halten kann. Wirkungen verändern die Ursachen. Und Effekte ziehen uns neuerdings den Teppich weg.

eishockey

Wie geht es weiter? Geht es überhaupt weiter? Sollen wir aussteigen und zu Fuß weitergehen? Die Maschine einfach liegenlassen? Am Straßenrand. Und neue Wege gehen?

Modernes –oder sollen wir sagen „klassisches“? – Management hat uns gelehrt, dass wir in solchen Fällen aus Fragezeichen eine Standortbestimmung machen. Den Punkt A benennen und festhalten. Und dann ein Ziel definieren, wohin es gehen soll. Und schon werden wir die Zukunft wieder leuchten sehen. Werden wieder wissen, wohin. Und wenn wir die Richtung kennen, ist auch der Betonmischer griffbereit, der uns mittels einer GAP-Analyse die gerade Autobahn zum Zielpunkt B aufschüttet. Ärmel hoch! Vorwärts! Doch was ist mit dem Beton passiert? Er härtet nicht. Bleibt flüssig. Wir mischen und mischen und die Zukunft fällt jeden Augenblick auf die Gegenwart zurück. Das ist die Lage.

Wir leben in einer VUKA-Welt. Sie ist volatil (sprunghaft), unsicher, komplex und ambivalent. Was das für Unternehmen bedeutet? Dass auch sie keine trivialen Wurstmaschinen sind, wo man oben hineinstopft, was unten herauskommen soll. In dieser Situation ist Wendigkeit gefragt und Segeln auf Sicht. Und: ein neuer Führungsstil.

Die neue Arbeitswelt beginnt in dem Moment, in dem wir begreifen, dass es heute nicht mehr darum geht, schnell angelernte Arbeitskräfte ein paar wenige Handgriffe wiederholen und möglichst effizient ausführen zu lassen; nicht mehr darum, Richtungsvorgaben ins Megaphon zu brüllen. Sie beginnt, wenn wir begreifen, dass der Erfolg von Unternehmen heute davon abhängt, inwieweit Mitarbeiter selbstständig Probleme lösen und im Umgang mit Kunden Mehrwert schaffen; und dass man Kreativität, Engagement und Qualität eben nicht verordnen und mit der Stoppuhr in der Hand messen kann. Wer kreative Prozesse ermöglichen will, muss für inspirierende Rahmenbedingungen sorgen, in denen Ideen blühen und geteilt werden.

Der narrative Zugang markiert einen Paradigmenwechsel

Die neue Welt des Arbeitens lebt von der Vielfalt der Persönlichkeiten, Arbeitsstile und Szenarien, die sie unterstützt. Dementsprechend gibt es weder einen Universalschlüssel noch ein Patentrezept, um diese neuen, labilen sozialen Architekturen, wie Luc Galoppin sie nennt, zu balancieren.

Aber es gibt einen Zugang, der Innovation und Eigeninitiative fördert; einen Zugang, der nicht vorschreibt und zementiert, sondern öffnet und im Festgefahrenen neue Möglichkeitsfenster erkundet; der nicht reduziert, sondern anreichert, verdichtet; der die Vielfalt fördert und nicht den Singular. Der nicht das Narrativ der Knappheit weitererzählt, sondern davon ausgeht, dass wir reich sind, wenn wir es schaffen, die vorhandenen Potenziale zu entfalten. Einen Zugang, der Fragen so stellt, dass wir die Antworten darauf nicht vergessen können; weil diese Fragen keine Informationen einholen, sondern neue Erfahrungen provozieren. Einen Zugang, der nicht belehren, sondern in ein gemeinsames Lernen münden will. Der nicht von außen Anweisungen gibt, sondern von innen heraus – im dialogischen Miteinander – die Spielzüge neu entwirft.

Die Eishockey-Ikone Wayne Gretzky wurde einmal nach dem Geheimnis seines Spiels gefragt und seine Antwort war so lapidar wie verblüffend:

I skate to where the puck is going to be, not where it has been.

Wir stehen an einer Gabelung. Am Übergang vom Industriezeitalter ins Wissenszeitalter. Und dieser Satz von Wayne Gretzky markiert exakt jene Fähigkeit, auf die wir heute angewiesen sind; den Punkt, an dem klassische Management-Disziplinen kläglich scheitern. Weil es eben nicht mehr darum geht zu zeigen, wo der Puck in der letzten Spielzeit war. Mit allen Details und Verweildauern. Sondern darum, die Dynamik des Spiels aufzunehmen und vorherzusehen, wo der Puck in den nächsten Sekunden sein wird. Mit linearen Ableitungsversuchen wird man da nicht viel ausrichten. Diese Antizipation gelingt nur dem Spieler, der (intuitiv und wendig und selbstverantwortlich) direkt am Spielfeld in Sekundenbruchteilen eine Entscheidung trifft. Vorbei die Zeiten, wo wir zuerst in die Analyse gingen und daraus eine präzise Aktion ableiteten.

Als narrative Begleiter sind wir alle gemeinsam im Fluss und wenn wir gut sind, dann suchen und finden wir die Passagen des Kehrwassers, an denen Reflexion möglich ist. Reflexion ist das Ferment jeden Wandels. Als Wissensarbeiter sind wir nicht Wissende, sondern Lernende. Jeden Tag. In die Zukunft geworfen. Unsere Geschichten, die wir über sie erzählen, bestimmen, was wir sehen und wer wir sind.

 

Besuchen Sie den Kongress BEYOND STORYTELLING und schwingen sie sich auf, an Ihrer eigenen Geschichte zu schreiben. Egal, ob als Einzelperson oder im Unternehmensverbund. Ihre Zukunft wird es Ihnen danken! Übrigens: Bis 10. März gibt es noch Early Bird Tickets.

Warum wir mit Geschichten arbeiten

Zur Einstimmung auf den Kongress BEYOND STORYTELLING im Mai in Heidelberg.www.beyondstorytelling.com

„Big Data“ heißt das große Heilsversprechen unserer Tage. Es macht uns glauben, dass wir nur genügend Daten brauchen, um beinahe jedes Kaufverhalten, jedes Bedürfnis und jede Entwicklung vorherzusehen. Kein Wunder, dass vor diesem Hintergrund Daten-Konzerne, die Menschenmuster wie Waren im Katalog anbieten, wie Pilze aus dem Boden schießen.

Was dabei gerne übersehen wird, ist, dass uns ein Mehr an Information, die wir automatisiert verarbeiten, nicht unbedingt gescheiter, zufriedener, glücklicher macht; und dass dieses Mehr an Information auch nicht die Erfahrungen wird ersetzen können, die wir versäumt haben zu machen. Was dabei gerne übersehen wird, während wir selbstvergessen und teilnahmslos an den Daten kauen, ist, dass Bewusstsein sich nicht laden lässt.

BirgitH / pixelio

BirgitH / pixelio

Deshalb arbeiten wir mit Geschichten. Sie sind anders. Sie leuchten aus sich heraus, sind fluoreszierend, weil sie Verbindungen schaffen und mit ihnen Verbindlichkeit. Sie erklären nicht und sie informieren nicht, sie liefern keine Daten, sondern „kondensierte Erfahrungen“ – wie Walter Benjamin es auf den Punkt brachte –, weil sie das Konkrete über das Abstrakte stellen, das Detail über die Generalisierung, das Besondere über das Normale, das handelnde und reflektierende Individuum vor das wehrlose Subjekt, das an allen Ecken und Enden erschlossen ist.

Was das in der Praxis bedeutet?

Dass wir unerforschte Bilder, die in unseren Köpfen entstehen, unter die Lupe nehmen, dass wir dem nachgehen, was kontroverse Beiträge verbindet, dass wir Plätze und Perspektiven wechseln und ausprobieren, dass wir Details Beachtung schenken, die gerne übersehen werden, dass wir narrative Lücken hervorheben und mit Geschichten füllen, dass wir achtlos fallen gelassene Worte wie Juwelen aufheben, dass wir hintergründige Glaubenssätze auf die Bühne bitten und transparent machen, dass wir durch unser eigenwilliges Fragen das als selbstverständlich Erscheinende exotisieren und dass wir schließlich lange Pausen einlegen, wenn es schnell gehen soll. Dies alles, um unsere Anteile an den Bedeutungskonstruktionen und damit auch die Kultur, die wir jeden Tag neu erschaffen, spürbar zu machen.

Selbsteinholung, Reflexion, wohin man sieht. Ohne sie scheint nachhaltige Veränderung nicht möglich. Unsere Arbeit besteht darin, neue Erzähl-, Reflexions- und Gestaltungsräume zu öffnen. Dazu brauchen wir Geschichten. Sie halten das dunkle, opake, das uns Menschen eben auch ausmacht, hoch; und halten der totalen Transparenz ein kleines, sorgsam behütetes Geheimnis entgegen; behaupten ein letztes Refugium, das sich nicht quantifizieren lässt.

Unser Gehirn ist eine Baustelle. Lebenslang. Und das ist gut so. Denn wären wir irgendwann fertig, wären wir auch satt. Für den Rest des Lebens. Wir würden zwar weiter Informationen durch uns hindurchziehen lassen, aber wir würden aufgehört haben zu lernen. Neugierig oder begeistert zu sein. Es wäre still in uns. Gespenstisch still. Keine Synapsen mehr, die feuern. Keine Brücken, die geschlagen werden. Es gäbe kein Lernen mehr. Nur noch ein dumpfes Verdauen von Information. Und alles wäre in ein fahles Licht getaucht. Kein Licht der Aufklärung und Selbstbestimmung, sondern ein bläulich-weißes Licht der Apparatur, an die wir angeschlossen sind.

Informationen füttern den Geist. Geschichten machen ihn hungrig.

Neugierig geworden? Dann sichern Sie sich bis 15. Januar ihr Early Bird Ticket auf www.beyondstorytelling.com!

Stonepiles in the Possibility Land

The difficulty starts with the translation of the title. The suggestion, that we are talking about „Milestones in the Possibility Land“ is simply deaf to the discourse of project management. Signposts, guideposts and waymarkers share different disabilities. The difficulty is essential because from a constructivist perspective everything is translation.

piles-de-pierre

In the mountains we are used to orientate through piles of stones. In foggy and/or white-out situations, at zero point of orientation. For us, as the writers of this book, this means, that our curiosity has referred our fear to its limits and the risk of writing was worth it. And that we have left behind our unrecognizability and luckily found ourselves at the end of the day, at the end of the writing. The agility we have been demanding from us proceeding turned into our stance and program.

So is our book – Wegmarken im Möglichkeitenland – a pile of stones. Positions that bespeak a fundamental mistrust of any thought coming into ones mind while sitting. A mistrust of any static or codified position. The fact, that our self is a construct that is nurtured from social contexts is, from a narrative standpoint, not disappointing but a massive opportunity. Because any construct is principally de- and re-constructable it can be shaped and re-authored. It is this dynamic we harness in our dialogic practice called StoryWork.

It is a book written for people finding themselves in change processes, and for change consultants who are able to remember that behind any process there is a human. A book that carries on the family therapy’s approach – with the figureheads Michael White, David Epston and Karl Tomm – in the business world. A book that does not instrumentalize stories as vehicles but uses the dynamics of identity construction as door opener into the possibility land. StoryWork is always cultural work, even in companies. It reflects cultural restrictions, extrapolates new courses of action, and reclaims a play space, in which diversity is not just possible, but desirable as an innovation driver.

There is a text from Christoffer Haugaard, which David Epston mailed me some weeks ago. A text which braces itself against the myth that narrative work is just about replacing a toolset to reorganize thinking and change people. But narrative work is different. It resists the temptation of all psycho-disciplines to gain power over the entrusted subjects. It counters that with a stance chipping away at the discursive terms of formation and scrutinizing the social, cultural, political, ethical and historical context of the problematic stories people got stuck; a stance taking serious the process of subjectivation, instead of circling around the essence and the truth of the problematic subject; in the end a stance, which is never neutral and receives its ethical power by disclosing the process of positioning, reflecting and shaping.

„The intended effect of this ethical work of the narrative therapist/coach on herself in relation to power is to promote visibility, accountability, and mobility. This should decenter the therapist/coach and make her open to question and critique, and it should encourage her to promote diversity, difference, and dynamic power relations.“ Christoffer Haugaard, ebenda, p 16

Maybe it attracted your attention, that the subject of this quotation is female. Any form, in which we are pouring us, is part of the game. Nothing is random, everything counts. Because there is no outside of discourse. The privileged locus (for experts) is not existing. We have to keep on moving. Because our agility is our competence.

Curious? Inspired? Lets meet at the Congress in Heidelberg from May 19 to May 20, 2017 about Narrative Work and Storytelling in Organizations – www.beyondstorytelling.com. Early Bird Tickets still available till 15th of January!

PS: Every piece of thought starts with translation. This holds true even if you do not cross language borders. If you wanna cross them you can re-read this text in French – in the blog of fabrique narrative.

Nachlese Bad Homburg: Beyond Storytelling

Der Kongress BEYOND STORYTELLING im Mai rückt näher und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Diesmal trafen wir uns in Bad Homburg bei Frankfurt. Für eineinhalb Tage Konzeptions-, Organisations- und Verdichtungsarbeit, die wir selbst dann nicht unterbrachen als wir uns abends im Dietrich’s, Restaurant und historisches Fachwerkfaktotum, niederließen und mit einem Merlot aus dem Friual den Bedeutungskonstruktionen auf den Grund gingen. Ein eher fragiles, aber sehr samtiges Gewächs mit der Merlot-typischen Würze und eleganten Fruchtnoten aus Kirschen und Himbeeren. Kein Holz. Beinahe karg. Friualisch eben.

merlot

Womit wir dort wären, wovon hier die Rede ist. Dem Terroir und der Unterscheidung zwischen STORYTELLING und STORYWORK. Wieder einmal. Denn wie beim STORYTELLING, wo es darum geht, eine Geschichte zu erfinden und so zu transportieren, dass sie gut ankommt – also vor allem Richtung Publikum gedacht –, ist es auch beim Wein heute technisch möglich, einen Rebstock in alle Richtungen hin klingen zu lassen. Sodass im schlechten Fall eine friualische Rebe australisch oder kalifornisch schmeckt, je nachdem, was der Markt verlangt. Ganz anders der Ansatz der Terroiristen, denen es darum geht, die Besonderheit eines Rebstocks – sein Mikroklima, seinen Boden und sein Traubenmaterial – möglichst intensiv zum Ausdruck zu bringen.

Wir sind alles Terroiristen
In diesem Sinne sind wir als STORYWORKER alle Terroiristen, die Menschen und Unternehmen begleiten, damit sie am Ende ihre Eigenart, ihr Terroir entdecken und das artikulieren, was in ihnen angelegt ist, in ihnen brennt. Dass sie sich aufschwingen und den Mut haben, ihre eigene Geschichte zu singen, und nicht wiederkäuen, was andere über sie erzählen.

Der Kern von STORYWORK ist der Prozess des Re-Authoring und das bedeutet nichts anderes, als dass wir die fremdbestimmte Erzählung hinter uns lassen und die Gestaltungshoheit für uns zurückgewinnen. Als Individuen genauso wie als Unternehmen. Haben Sie keine Angst. Oder besser: Haben Sie keine Angst vor der Angst. Sie gehört dazu, wie der Wein-Terroirist Reinhard Löwenstein treffend formuliert:

Auch das Ringen um den Wein, die Verzweiflung, die man bei Problemen verspürt, sogar die Angst gehören zum Terroir. Für mich ist Terroir im weitesten Sinn ein Ausstieg aus der Welt des Perfektionismus.“

Man könnte ergänzen: STORYWORK ist nicht nur der Ausstieg aus der Welt des Perfektionismus, sondern auch der Ausstieg aus der Welt des Anything-Goes. Keine Methode, sondern Haltung. Keine präskriptive Theorie, sondern dialogische Praxis. Wir erschaffen uns durch die Geschichten, die wir über uns erzählen. Indem wir formen, werden wir geformt. Unser Repertoire, auf das wir dabei zurückgreifen, ist nicht beliebig. Unser Repertoire kommt aus dem Terroir, das wir sind.

Wir sehen uns in Heidelberg. Hoffentlich!

Übrigens: Die Super-Early-Bird Tickets gibt es noch bis 15.1.2017
www.beyondstorytelling.com