Wie alt ist die neue Arbeitswelt?

Keine Anwesenheitspflicht, selbstbestimmte Gehälter, Organisation in Kleingruppen und minimale Hierarchie. Das ist nicht die Utopie einer hoffnungslos romantisierenden Wirtschaftslehre, sondern in einem Unternehmen in Brasilien seit mehr als 30 Jahren Realität.*

Als der 21-jährige Rockmusiker und Visionär Ricardo Semler in den 80er Jahren das bankrotte Maschinenbau-Unternehmen Semco S/A seines österreichstämmigen Vaters in São Paulo übernahm, entließ er in kurzer Zeit die Hälfte der Manager, reduzierte die Hierarchiestufen von zwölf auf drei und erzielt damit allen Prognosen zum Trotz beständig Wachstumsraten von jährlich über 20% und bis zu 40%.

Sein mutiges Management-Credo (das auch ein Bildungs-Credo ist, wie wir im Video erfahren): Vertrauen statt Kontrolle, Partizipation statt Hierarchien, Entbürokratisierung, Selbstverantwortung statt Regeln und Vorschriften: »Der Zweck der Arbeit ist nicht, Geld zu verdienen. Der Sinn der Arbeit liegt darin, dass Mitarbeiter – gleich ob Aushilfe oder Topmanager – sich wohlfühlen in ihrem Leben.«

Im sehenswerten TED-Talk reflektiert Ricardo Semler sein Lebenswerk, das auf einem einfachen Prinzip gründet: »Behandle deine Mitarbeitenden wie Erwachsene, dann verhalten sie sich auch so. Je mehr Freiheiten du ihnen gibst, desto produktiver, zufriedener und innovativer werden sie.«

Mehr dazu u.a. im BusinessReadyBlog bzw. im Buch Das Semco-System

* Dass es auch hierzulande immer mehr Beispiele gibt, wo Unternehmensführung auf „Augenhöhe“ stattfindet, zeigen wir am 24.2. bei einer Film- und Dialogveranstaltung in Salzburg.

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